Streunerkastration
Schätzungsweise leben rund 2 Millionen Streunerkatzen in Deutschland. Die meisten von ihnen sind hungrig, krank und unkastriert. Letzteres verschlimmert das Streunerproblem immer weiter!
Wieso ist eine Kastration so wichtig?
Vielen Menschen ist gar nicht bewusst wie viele Nachkommen ein unkastriertes Katzenpaar bekommen kann und wie schnell man nicht mehr Herr der Lage wird. Aus einem einzelnen, unkastrierten Katzenpaar kann rein rechnerisch innerhalb von 7 Jahren eine Katzenschar mit über 370.092 Katzen werden ! Nicht zu vergessen, dass diese sich in der Zwischenzeit auch weiterhin vermehren. Diese Katzen müssen Hunger leiden, sind häufig krank und sind Wind und Wetter ausgesetzt. Deshalb ist es auch ein Muss, eigene Katzen immer zu kastrieren, bevor sie in den Freigang dürfen!
Wie läuft eine Kastrationsaktion bei euch ab?
1. Wir bekommen eine Meldung, stellen ein paar erste Fragen und machen einen Termin aus, um uns die Lage vor Ort mal anzuschauen. Parallel dazu treten wir in Kontakt mit dem zuständigen Tierheim und sprechen uns ab, damit sich nur einer diesem Streunerproblem annimmt. Sonst werden evtl. wichtige Kapazitäten gebunden und so können wir uns gegenseitig unterstützen.
2. Wir stellen Fallen auf und im besten Fall werden diese von den Meldern beaufsichtigt, da diese vor Ort sind. Ansonsten betreuen wir die Fallen.
3. Geht eine Katze oder ein Kater in die Falle wird er oder sie zum nächsten Tierarzt gebracht. Dort werden die Katzen kastriert, einmal durchgecheckt, gechippt und von uns dann bei Tasso registriert.
4. Am schönsten ist es für uns, wenn die Katzen nach ihrer Kastration wieder in ihr alten Zuhause dürfen und dort weiterhin leben dürfen. Für die meisten Melder ist das zum Glück gar kein Problem!
Was sind Streunerstellen?
Streunerstellen sind Orte, an denen wir Streuner kastrieren konnten und sie anschließend dort bleiben durften. Die meisten Streuner sind wirklich sehr wild und für sie wäre das Leben in einer Familie nichts - dafür lieben sie ihre Freiheit zu sehr und könne Menschen meistens nichts abfinden. An unseren Streunerstellen, von denen es mehrere im ganzen Landkreis gibt, werden sie weiterhin von lieben Menschen gefüttert und umsorgt. Auch bei Krankheiten oder Verletzungen fangen sie sie ein und gehen mit ihnen zum Tierarzt. Wir als Verein übernehmen weiterhin das Futter und die Tierarztkosten. Außerdem sind all unsere Streuner auch gechippt und bei Tasso auf uns registriert. Somit wissen wir auch, wenn einem unserer Streuner etwas passiert, denn nur weil sie wilder sind, liegen sie uns nicht weniger am Herzen!
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Grenzenlose Tierhilfe
VOBA HN
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